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Am letzten Montag fand es zum ersten Mal statt: Das Slowretail Seminar “Einzelhandel mit Seele – Wachstum durch Entschleunigung”. Sechs Einzelhändler trafen sich im Gladbecker kreativAmt und waren gespannt auf einen voll gepackten Tag mit Impulsen zu aktuellen Retailtrends, aktiven Workshops und gegenseitigem Erfahrungsaustausch. Ich hatte schon länger die Idee eines Seminars, speziell für kleine und mittelständische Einzelhändler und im Vorfeld intensiv daran gearbeitet, wie man es wertvoll für die Teilnehmer macht.

Die Beteiligten kamen aus vielfältigen Branchen: Schmuck, Mode, Küchen, Lebensmittel, Bücher und Friseurhandwerk. Alle eint die vielfältigen Herausforderungen, vor denen Ladenbesitzer heute stehen – vier von diesen wurden in Workshops bearbeitet:

  • “Mein Laden ist meine Marke” – Wie schaffe ich es, eine einzigartige Marke zu bilden?
  • “Gekauft wird, was gefällt” – Über die Kraft spannender und inspirierender Sortimente
  • “Das muss ich unbedingt erzählen!” – Wie Kunden zu Fans werden und immer wieder kommen
  • “Multi-Channel-Retail” – Was von dem Online-Hype ist für mich als Händler relevant?

Zu Beginn des Seminars legte ich eine Präsentation vor, die die große, weite Welt des individuellen Einzelhandels beleuchtet und Weiterlesen »

Tante Emma lebt! Heute ordern Kunden aller Altersklassen hier in der Guten Stube, bei einem Kaffee, ihre Einkäufe via iPad und freuen sich, wenn sie die Ware nur noch an der Kasse abzuholen brauchen. Begleitet von einem Lächeln, wie es früher selbstverständlich war.

Emmas Enkel, Berliner Allee 56, 40212 Düsseldorf

Der Mai im Slowretail Kalender 2013.

Bild: Wikipedia

Bild: Wikipedia

In meinem Beitrag zur Stadt Dorsten als Verkanntem Ort hatte ich bereits die ehemals stolze Hanse-Depandance zwischen Ruhrgebiet und Münsterland kurz vorgestellt. Nun bieten sich hier, meiner Wahlheimat, neue Entwicklungschancen in der einzelhändlerischen Vielfalt, in der Qualität als Einkaufsstadt mit regional breiterer Relevanz. Das alte Einkaufszentrum “Lippetor”, seit Jahren verriegelt und längst nur noch von Fledermäusen besucht, soll abgerissen und ein neues – die Mercaden Dorsten – errichtet werden. Schon erfreulich, dass ein Investor aus dem Rheinland hier Potenzial sieht und einige dutzend Millionen verbauen will. Allerdings gibt es bisher in den Plänen keine Hinweise darauf, dass hier mehr entsteht als nur ein weiteres Standardcenter mit den üblichen Modeketten, Eiscafé und Lebensmittler als Anker. Also ein Klonkrieger in der Schlacht des Wettbewerbs im inspirationsfreien Konsum, wenn nicht Weiterlesen »

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Foto: einzelhandelspoesie.de

Ein schönes Fundstück im Netz ist die Seite Einzelhandelspoesie. Da hat jemand klassische, abstruse und bisweilen schlüpfrige Werbereime aus Handel und Gewerbe gesammelt – leider nur bis 2009, sodass ein Blick in die Seite schnell angeraten ist. Bevor sie möglicherweise offline geht, was bedauerlich wäre. Ich würde noch ein Bild dieser bunten Linienbusse ergänzen (wenn ich denn eins hätte), auf denen die Mayersche Buchhandlung in grossen Lettern wirbt: “Lesen Sie keine Busse – lesen Sie Bücher!”

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Immer wieder werde ich auf Kongresse und Fachtagungen für Einzelhändler eingeladen, um dort mit einem Referat die Slowretail-Initiative vorzustellen. Ich bringe dann, statt nüchterner Zahlen und Kurvencharts, eine breite Palette von weltweiten Retail-Beispielen mit, die erfolgreich und inspirierend modernen Einzelhandel machen. Umso erstaunter war ich neulich, als ich nach einem Vortrag auf der Tagung eines Branchenverbandes von einem der Zuhörer zur bevorstehenden Rakuten Expo (am 11. Mai in Bamberg) als Redner gebeten wurde: Rakuten.de ist ein großer Online-Marktplatz – und mein Vortragsthema bei der Branchentagung hieß “Offline ist das neue Online”…

Ich hatte in meiner Präsentation virtuell “den Strom abgeschaltet” und beleuchtet, was bleibt, wenn wir einmal den ganzen Online-Hype vergessen und uns auf die wahre Qualität des stationären Einzelhandels fokussieren. Den zuhörenden Fachhändlern gefiel es und ich habe immer Spaß, ihnen einerseits einen Spiegel mit ihren Defiziten in Sachen Kundeninspiration und eigener Abgrenzung zum Wettbewerb vorzuhalten, andererseits aber auch Mut zu machen, Weiterlesen »

0f3eb497edWas das Wirtschaftsmagazin brandeins ausmacht, ist sein unerschütterlicher Optimismus. Nun überträgt es diesen auf eine Branche, die gerne selber am lautesten jammert und ihren Untergang orakelt: den klassischen, stationären Handel. Die April-Ausgabe des Magazins, Titel “Sie wünschen? – Die Zukunft des Handels”, ist ein Plädoyer für die Chancen des modernen Einzelhandels. Gespickt mit Unternehmergeschichten, Geschäftsideen, Fallstudien und Zahlen. Vor allem aber wird hier endlich mal Mut gemacht für die emotionale und wirtschaftliche Kraft des guten Einzelhandels.

Die brandeins lässt sich nicht hinreissen, den Onlinehandel zu glorifizieren oder zu verdammen. Alles hat seine Berechtigung, Hauptsache Weiterlesen »

Mitten in Altona bespielen drei Ästheten eine ehemalige Maschinenfabrik mit einer eigenen Interpretation hanseatischen Understatements. The Box ist in Wahrheit eine ehrwürdige, 800 qm einnehmende, industriell-sakrale Halle und ein Paradebeispiel des Cross Selling: Vintage Möbel, Kunst und neue Bücher sind so wild wie stilsicher durchmischt, ein Bistro teilt sich den Nebenraum mit einem ambitionierten Küchensortiment. Der Wirt bringt den Schoppen oder bretonische Crêpes auch an den – kaufbaren – Designertisch mit Geschichte. Der Blick aus dem Sofa inmitten der “Basilika” fällt auf die Bühne an der Stirnseite der Halle, wo Schlagzeug plus E-Gitarre Weiterlesen »

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